Jahresbericht 2025

Berner Bauern Verband

Im Rückblick können wir auf ein ruhigeres Jahr als in der Vergangenheit zurückblicken. Das Wetter, die Erträge, die Qualität der Produkte sowie die Preisentwicklung trugen zu einem insgesamt guten Jahr 2025 bei. An der Mitgliederversammlung wurden die neuen Statuten angenommen, und deren Umsetzung konnte in Angriff genommen werden. Die Stärkung der Fachkommissionen erweist sich dabei als richtiger Weg. Ebenso hat sich die Konzentration auf einen Vorstand mit Vertretungen der Regionen und Fachkommissionen als zielführende Struktur bewährt.

Auf politischer Ebene stand bereits im Februar die Umweltverantwortungsinitiative zur Abstimmung. Diese war für die Landwirtschaft von grosser Bedeutung, da die vorgesehenen Produktionseinschränkungen nicht tragbar gewesen wären. Mit einer Ablehnung von fast 70% setzte die Stimmbevölkerung ein weiteres klares Zeichen zugunsten der Schweizer Landwirtschaft.

Im Herbst stand – wie in jedem Jahr – die Beratung des Bundesbudgets an. Auch im Jahr 2025 konnte der Zahlungsrahmen auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden.  Das Entlastungspaket 2027 erforderte einen erheblichen Einsatz des Verbandes, um Kürzungen von rund 250 Mio. Franken im Ständerat zu verhindern. Dieses Ziel konnte weitgehend erreicht werden; die verbleibende Kürzung beläuft sich auf 3,6 Mio. Franken. Die Entscheidung im Nationalrat steht im Frühjahr 2026 noch aus.

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Jürg Iseli, Präsident BEBV

Gespräche mit dem BLW, dem SBV sowie weiteren Partnern zu Themen wie Pflanzenschutz, neuen Züchtungsverfahren, Digitalisierung und der Agrarpolitik 2030+ standen ebenfalls auf der Agenda und forderten uns intensiv durch das Jahr.

Auf der Geschäftsstelle wurde der Prozess der Umstrukturierung trotz mehrerer personeller Wechsel erfolgreich umgesetzt und abgeschlossen.

Ausblick 2026

Der Blick auf das Jahr 2026 zeigt, dass der BEBV weiterhin stark gefordert sein wird. Die Vegan-Initiative, die AP 2030+, das Entlastungspaket, Tierseuchen sowie die kantonalen Wahlen sind nur einige der zentralen Themen, mit denen wir uns befassen müssen.

An dieser Stelle bleibt mir nur noch, Danke zu sagen: dem Vorstand für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Geschäftsführungsteam für den täglichen Einsatz zugunsten der Mitglieder des BEBV und nicht zuletzt den Mitgliedern selbst für das entgegengebrachte Vertrauen in unsere Arbeit.

Mit bestem Gruss

Jürg Iseli
Präsident Berner Bauern Verband

Unsere Regionalverbände – das starke Bindeglied zur Basis

Der BEBV ist in sechs Regionen unterteilt, die den bernischen Verwaltungsregionen entsprechen. Jedes Mitglied gehört derjenigen Region an, in der sich der Sitz seines Betriebes befindet.

Die regionalen Basisorganisationen, die unabhängig strukturiert sind, bilden eine essenzielle Verbindung zwischen dem Verband und den Berner Bauernfamilien.

Sie gewährleisten den direkten Austausch, vertreten die Interessen der Mitglieder in den Gremien des BEBV und tragen zugleich die Anliegen des Verbands in ihre Regionen.

Rückblick der Geschäftsführung

Geschäftsführungsteam: Gaby Mumenthaler, Mathias Grünig, Leana Waber

2025 war ein Jahr der Weichenstellungen und der Konsolidierung.

Der BEBV konnte wichtige Reformen abschliessen und seine Rolle als starke Interessenvertretung der Berner Landwirtschaft weiter festigen. Ein Meilenstein war die Statutenrevision, mit der die Verbandsstrukturen gezielt weiterentwickelt wurden. Die Auflösung des Grossen Vorstands und die gleichzeitige Stärkung der Fachkommissionen ermöglichen eine fokussiertere, effizientere und fachlich fundierte Verbandsarbeit. Trotz intensiver Diskussionen im Vorfeld wurde die Revision von den Mitgliedern mit deutlichem Mehr gutgeheissen – ein starkes Zeichen für Vertrauen und gemeinsamen Gestaltungswillen. 

Die Zusammenarbeit im dreiköpfigen Geschäftsführungsteam hat sich im vergangenen Jahr klar bewährt. Der enge Austausch, die gebündelten Kompetenzen und die gemeinsame Verantwortung sorgen für Stabilität, Kontinuität und Zukunftsfähigkeit – intern wie extern. Der Verband wird nicht von einer einzelnen Person getragen, sondern von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit klaren Rollen und gemeinsamen Zielen.

Ein weiteres zentrales Thema war und bleibt die Sichtbarkeit der Verbandsarbeit. Vieles geschieht im Hintergrund – in Vernehmlassungen, politischen Gesprächen, Fachkommissionen und Netzwerken. Gemeinsam mit unseren Basisorganisationen arbeiten wir kontinuierlich daran, den Mehrwert der Verbandsarbeit über unsere Kommunikationskanäle, Versammlungen und den direkten Austausch für unsere Mitglieder sichtbar und spürbar zu machen.

Mit Blick nach vorne steht auch das kommende Jahr im Zeichen der Herausforderungen, die ein starkes, gemeinsames Engagement der Berner Landwirtschaft erfordert. Unser Ziel bleibt klar: Wir setzen uns mit Überzeugung, Fachkompetenz und Engagement für eine wirtschaftlich tragfähige und zukunftsfähige Berner Landwirtschaft ein – im Dialog mit unseren Mitgliedern und mit vereinter Stimme nach aussen.

Gaby Mumenthaler, Leana Waber, Mathias Grünig
Geschäftsführungsteam

Politik & Märkte

Interessenvertretung

Der BEBV setzte sich auf nationaler und kantonaler Ebene konsequent für die Anliegen der Berner Bauernfamilien ein. Das Jahr war zudem von anhaltenden Protestbewegungen in der Landwirtschaft geprägt. Der Verband zeigte von Beginn an grosses Verständnis für die Anliegen der bäuerlichen Basis, nahm diese ernst und brachte sie aktiv in Politik und Verwaltung ein. Der zunehmende Druck durch Bürokratie, neue Auflagen und wirtschaftliche Unsicherheit war in vielen Gesprächen und Aktionen spürbar und prägte die Interessenvertretung des BEBV nachhaltig.

In der Vernehmlassung zum Entlastungspaket 2027 lehnte der BEBV Kürzungen im Bereich Land- und Ernährungswirtschaft entschieden ab. Trotz stabiler Ausgaben wäre die Landwirtschaft überproportional betroffen, während die Einkommen vieler Betriebe bereits heute zu tief sind.

Auch zum Paket Schweiz–EU nahm der BEBV klar Stellung und verlangte deutliche Nachbesserungen, damit Versorgungssicherheit, Grenzschutz und die hohen Schweizer Produktions- und Qualitätsstandards gewährleistet bleiben ohne zusätzliche administrative Belastungen zu verursachen. Aufgrund der Tragweite unterstützt der BEBV deshalb das obligatorische Referendum mit doppeltem Mehr.

Ein weiterer Schwerpunkt bildete der intensive Austausch mit dem Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) zum AP 2030+ und zu Digiflux. Der BEBV brachte seine zentralen Anliegen erneut ein:

  • ein stärker zielorientiertes Direktzahlungssystem
  • die Sicherung der Produktionsgrundlagen
  • der Erhalt des Selbstversorgungsgrads
  • ein konsequenter Grenzschutz
  • eine Stärkung der Marktposition 
  • eine spürbare administrative Entlastung

Gleichzeitig hielt der Verband konsequent an seinen roten Linien fest – darunter der Verzicht auf Lenkungsabgaben sowie eine «Berner Lösung» für Digiflux.

Stellungnahmen

Stellungnahmen und Vernehmlassungsantworten sind ein zentrales Instrument der Interessenvertretung des BEBV. Im Jahr 2025 äusserte sich der Verband zu 8 nationalen und 4 kantonalen Vernehmlassungen. Die Stellungnahmen werden kantonal eigenständig sowie auf nationaler Ebene in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Bauernverband (SBV) erarbeitet. Bei Fachthemen werden gezielt die zuständigen Fachkommissionen beigezogen.

Stellungnahmen Berner Bauern Verband

Abstimmungsparolen

Der BEBV informierte 2025 regelmässig über seine Abstimmungsparolen. Für die Abstimmungen vom 9. Februar 2025 empfahl der Verband die Umweltverantwortungsinitiative sowie die kantonale Solarinitiative zur Ablehnung, den Gegenvorschlag zur Solarinitiative hingegen zur Annahme. Für die Abstimmungen vom 28. September 2025 fasste der BEBV die NEIN-Parole zur Miet-Formular-Initiative und sprach sich auf eidgenössischer Ebene für die Liegenschaftssteuer auf Zweitliegenschaften sowie für die Abschaffung des Eigenmietwerts aus.

Leana Waber
Leiterin Politik & Märkte

Zentrales Management & Mitglieder

Die Mitgliederversammlung 2025 fand erstmals im Saalbau Kirchberg statt und stand im Zeichen der Statutenrevision sowie der damit verbundenen Reorganisation des Vorstandes. Der grosse Aufmarsch der Mitglieder aus der Region unterstrich das hohe Interesse an der Weiterentwicklung des Verbandes und zeigte, dass der neue Veranstaltungsort geschätzt wurde. Mit der Statutenrevision wurde eine wichtige Grundlage geschaffen, um die Interessen der Berner Bäuerinnen und Bauern künftig noch gezielter, effizienter und schlagkräftiger zu vertreten.

Mitgliederversammlung BEBV 2025

Im November fand der erste Tag der Berner Landwirtschaft auf dem Betrieb der Familie Neuenschwander in Signau statt. Neben den regionalen Vorstandsmitgliedern nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter unserer Partnerorganisationen sowie unsere Passivmitglieder teil. Der Anlass bot eine wertvolle Plattform für den direkten Austausch und die Vernetzung – beides zentrale Voraussetzungen, um die Anliegen unserer Mitglieder auf regionaler und kantonaler Ebene wirkungsvoll einzubringen.

Per Jahresende wurden 76% der Mitgliederbeiträge bezahlt. Diese breite Abstützung verleiht dem Verband politisches Gewicht und ermöglicht es, die Interessen unserer Mitglieder zu vertreten. Die Mitgliederbeiträge bilden eine zentrale Grundlage für eine starke, zukunftsorientierte Interessenvertretung der Berner Landwirtschaft. Wir danken herzlich für das Vertrauen und die Unterstützung!

Claudia Bernhard
Leiterin Zentrales Management & Mitglieder

Bereich & Fachkommission Bildung und Beratung

SwissSkills 2025

Der Kanton Bern wurde an den SwissSkills vom 17. – 21. September vertreten durch:

  • Roman Hofer, Obergoldbach
  • Fabian Leuenberger, Dürrenroth
  • Nico Neuenschwander, Ranflüh 
  • Svenja Truttmann, Oberburg
  • Florian Wäfler, Frutigen
  • Anna Schenk, Arni BE
  • Yannick Röthlisberger, Bützberg 
  • Eric Gerber, Richigen
  • Stefan Burren, Zollikofen 

Nach vier intensiven Trainingsabenden zeigten sie an den SwissSkills alle eine hervorragende Leistung, welche durch die Silbermedaille von Florian Wäfler und die Bronzemedaille von Anna Schenk veredelt wurde.

Berner Medaillengewinner an den SwissSkills 2025: Florian Wäfler (Silber), Anna Schenk (Bronze)

Qualifikationsverfahren 2025

248 Landwirtinnen und Landwirte, sowie 29 Agrarpraktikerinnen und Agrarpraktiker konnten dank einem erfolgreichen Qualifikationsverfahren das eidgenössische Fähigkeitszeugnis resp. das eidgenössische Berufsattest entgegennehmen. Die Bestnoten Landwirt/in EFZ mit Lehrbetrieb und Berufsschulstandort im Kanton Bern wurden dabei von folgenden Lernenden erreicht:

1. Platz mit Note 5.8
– Florian Wäfler, Frutigen | Ausbildungsbetrieb: Zwygart Martin, Kaltacker
– Samuel Imboden, Visp | Ausbildungsbetrieb: Wermuth Bruno, 3075 Vielbringen b. Worb

2. Platz mit Note 5.6
– Stefanie Krähenbühl, Röthenbach i.E. | Ausbildungsbetrieb: Kämpf Gerhard, Heiligenschwendi 
– Martina Bieri, Schlosswil | Ausbildungsbetrieb: Bieri Hanspeter, Schlosswil
– Romy Nyffeler, Niederbipp | Ausbildungsbetrieb: Leuenberger Samuel, Bannwil
– Martin Blaser, Bärau | Ausbildungsbetrieb: Baumann Stefan, Aeschau
– Marcel Schmutz, Zimmerwald | Ausbildungsbetrieb: Niklaus Stefan, Hindelbank 
– Thomas Zutter, Schwarzenburg | Ausbildungsbetrieb: Schweizer Markus, Utzigen 
– François Pengg, Genève | Ausbildungsbetrieb: Steffen Sonia, Lignières
– Yannick Röthlisberger, Bützberg | Ausbildungsbetrieb: Wittwer Fred, Bützberg 

Revision der Grundbildung

Per August 2026 beginnt die Umsetzung der neuen Bildungsverordnung im Beruf Landwirt/in EFZ. Der BEBV hat 6 Weiterbildungskurse organisiert, an denen die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner mit den Änderungen in der Berufslehre vertraut gemacht wurden.

Neue Ausbildungsbetriebe

41 neue Berufsbildnerinnen und Berufsbildner erhielten in diesem Jahr eine Bildungsbewilligung. Sie alle Tragen mit ihrer Tätigkeit einen wichtigen Teil zur Ausbildung der jungen Berufsleute bei.

Lernende in der Grundbildung
0
Lernende in der berufsbegleitenden Nachholbildung
0
Total Lernende 2025
0

Fred Grunder, Präsident FK Bildung und Beratung
Ueli Lehmann, Leiter Bildung

2071 Tage oder 5 Jahre und 8 Monate – so lange hat sich Ueli Lehmann als Leiter Bildung mit grossem Engagement und viel Herzblut für den BEBV eingesetzt. In dieser Zeit hat er den Bildungsbereich umsichtig, zielgerichtet und mit Weitblick aufgebaut und weiterentwickelt. Auf eigenen Wunsch verlässt Ueli Lehmann den BEBV, um sich künftig verstärkt seinem eigenen Betrieb zu widmen. Bis Ende Februar wird er seinen Nachfolger, Simon Moser, sorgfältig einarbeiten. Danach heisst es für uns endgültig Abschied nehmen. Der BEBV dankt Ueli Lehmann herzlich für seinen grossen Einsatz, seine Fachkompetenz und die angenehme Zusammenarbeit und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg.
Danke, Ueli Lehmann
Leiter Bildung

Bereich & Fachkommission Tier, Fleisch und Milch

Das Tierproduktionsjahr 2025 war stark geprägt von einer anhaltenden und herausfordernden Seuchenlage. Bereits früh im Jahr beschäftigte die Vogelgrippe die Branche, gefolgt vom Blauzungenvirus sowie der Lumpy Skin Disease (LSD). Auch die Afrikanische Schweinepest (ASP) blieb als latente Bedrohung präsent und erforderte erhöhte Aufmerksamkeit in Bezug auf Prävention und Biosicherheit. Die Fachkommission Tier, Fleisch und Milch stand dazu in regelmässigem Austausch mit dem Veterinärdienst des Kantons Bern. Ziel war es, die aktuelle Lage laufend einzuordnen, offene Fragen rasch zu klären und Anliegen der Betriebe direkt zu deponieren.

Härtefallregelung in der Tierseuchenkasse gefordert

Angesichts der zunehmenden Belastung durch seuchenähnliche Erkrankungen hat der BEBV beim Amt für Veterinärwesen (AVET) eine Prüfung der Härtefallregelung in der Tierseuchenverordnung beantragt. Damit sollen Betriebe bei schwerwiegenden seuchenähnlichen Ereignissen wie Botulismus oder VHK finanziell unterstützt werden können – insbesondere dann, wenn kein Versicherungsschutz besteht und die wirtschaftliche Existenz eines Betriebs gefährdet ist.

Tierwohl und Gesundheit: Zusammenarbeit praxisnah, Handlungsbedarf bleibt

In der Arbeitsgruppe Tierwohl und Gesundheit wurden sowohl die aktuelle Seuchenlage als auch das weitere Vorgehen diskutiert. Dabei zeigte sich, dass die Zusammenarbeit und Kommunikation mit dem AVET rasch, klar und praxisnah erfolgt. Ebenfalls thematisiert wurde die Situation rund um die Grösse von Kälberiglus und deren Auswirkungen auf die Einhaltung des RAUS-Programms bzw. Weideprogramms. In diesem Bereich besteht weiterhin Handlungsbedarf.

Wildtiere und Grossraubtiere: Strategiearbeit und konsequente Regulierung

Im Bereich der Wildtiere begleitete die Fachkommission Tier, Fleisch und Milch die Umsetzung der Wald-Wild-Lebensraumstrategie 2040 eng und arbeitete aktiv an deren Ausgestaltung mit. Die Strategie verfolgt das Ziel, Wildschäden im Wald auf ein waldverträgliches und tragbares Niveau zu senken.

Gleichzeitig setzte sich der BEBV auch 2025 konsequent für die Regulierung problematischer Grossraubtiere ein. In zahlreichen Gesprächen mit dem Jagdinspektorat wurde insbesondere die Luchsproblematik im Kandertal sowie die Wolfssituation im Oberland thematisiert. Nachdem wiederholt Herdenschutzmassnahmen überwunden und Nutztiere gerissen wurde, setzte sich der BEBV für die Abschussbewilligungen und deren konsequenten Umsetzung ein. Für den BEBV gilt gegenüber Grossraubtieren, die sich auf Nutztiere spezialisieren, eine Null-Toleranz.

Revision Jagdrecht

Die Arbeitsgruppe Wildtier und Jagd befasste sich zudem mit der Revision des kantonalen Jagdrechts und erarbeitete eine Stellungnahme. Ziel der Stellungnahme war die Jagd attraktiver zu gestalten und gleichzeitig den Schutz des Eigentums zu stärken, indem Wildtierschäden verringert werden.

Schlachtviehmärkte

Das Jahr 2025 war für die öffentlichen Schlachtviehmärkte im Kanton Bern geprägt von den Sparmassnahmen bei Proviande. Die daraus resultierenden Kürzungen führten dazu, dass sich die Kosten für Marktbesuchende erhöhten und das Programm der Schlachtviehmärkte im zweiten Halbjahr angepasst werden musste.

Konkret waren ab dem 1. Juli 2025 Änderungen im Marktprogramm erforderlich. Für den Berner Bauern Verband bleibt es ein zentrales Anliegen, die bestehenden Schlachtviehmärkte langfristig zu erhalten und zu stärken. Die öffentlichen Märkte sind ein wichtiger Bestandteil des Rindviehsektors und leisten einen bedeutenden Beitrag zur Preisbildung, Markttransparenz und regionalen Wertschöpfung.

Bundesrat Guy Parmelin besucht den Schlachtviehmarkt.
Bundesrat Guy Parmelin besucht den Schlachtviehmarkt in Thun.

Ein wichtiges Zeichen setzte der öffentliche Schlachtviehmarkt in Thun am Dienstag, 7. Oktober 2025: Bundesrat Guy Parmelin informierte sich vor Ort – gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Interessengemeinschaft öffentliche Märkte (IGöM), von Proviande sowie des BEBV – über den Ablauf und die Bedeutung der Schlachtviehmärkte.

Im Zentrum standen dabei insbesondere die möglichen Auswirkungen des Entlastungspakets 2027 auf die öffentlichen Märkte und deren Zukunft.

Schlachtviehmärkte in Zahlen

Im Kanton Bern wurden auf den durchgeführten Schlachtviehmärkten total 16’692 Tiere versteigert.

Im Durchschnitt wurden die Tiere um Fr. 200.43 (8.79 %) übersteigert. Zusammen mit den Kantonsbeiträgen von Ø Fr. 130.80 erzielen die Produzentinnen und Produzenten auf den Märkten einen erfreulichen Mehrerlös von Fr. 331.20 pro Tier.

Total wurden 669 Tiere weniger aufgeführt als im Vorjahr. Für den Rückgang verantwortlich sind die durch die Sparmassnahmen verursachten Marktschliessungen.  

Mehrerlös in CHF pro Tier auf den Schlachtviehmärkten

Die Schlachtviehmärkte sind ein wichtiger Bestandteil für die Stabilität und für die Preisbildung auf den Märkten. Wir bedanken uns bei allen Landwirtinnen und Landwirten sowie den Händler, welche im Jahr 2025 die öffentlichen Märkte aufgesucht haben.

Ernst Wandfluh, Präsident FK Tier, Fleisch und Milch
Leana Waber, Leiterin Politik & Märkte

Bereich & Fachkommission Raumplanung und Bodenrecht

Die Fachkommission Raumplanung des BEBV befasste sich im Jahr 2025 mit zentralen raumplanerischen Entwicklungen auf kantonaler und nationaler Ebene. Im Fokus standen insbesondere die Fruchtfolgeflächen-(FFF)-Kompensation, die Revision des kantonalen Enteignungsgesetzes sowie das Raumplanungsgesetz 2 (RPG 2) und dessen Umsetzung im Kanton Bern.

FFF-Kompensation: Aufklärungsarbeit und gesetzlicher Anpassungsbedarf

Ein zentraler Schwerpunkt lag 2025 auf der FFF-Kompensation. Der BEBV führte dazu Gespräche mit mehreren Partnern sowie nationalen Politikerinnen und Politikern. Aus Sicht des Verbandes besteht weiterhin Aufklärungsbedarf, insbesondere im Hinblick auf die praktische Umsetzung und die Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Zudem braucht es Anpassungen auf gesetzlicher Stufe. Die Fachkommission Raumplanung wird dieses Thema auch künftig aktiv weiterverfolgen.

Revision Enteignungsgesetz: höhere Entschädigungen für Kulturland

Der Grosse Rat beschloss 2025 die Revision des kantonalen Enteignungsgesetzes. Damit werden die Entschädigungsansätze für landwirtschaftliches Kulturland bei Enteignungen an das Bundesrecht angepasst und spürbar erhöht. Der BEBV begrüsst diese wichtige Entscheidung, welche die Position der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer stärkt und mehr Fairness bei Eingriffen in landwirtschaftliche Flächen schafft.

Der BEBV hatte gemeinsam mit Nationalrat Ernst Wandfluh mit der Motion 255-2021 bereits im Jahr 2021 den Grundstein für diese Gesetzesänderung gelegt.

RPG 2: Umsetzung im Kanton Bern als Schwerpunkt ab 2026

Ende 2025 wurde das Raumplanungsgesetz 2 (RPG 2) auf Bundesebene definitiv verabschiedet. Bereits im Jahr 2025 begann die Fachkommission Raumplanung, sich mit der Umsetzung im Kanton Bern auseinanderzusetzen. Dieses Geschäft wird im Jahr 2026 intensiv weiterbearbeitet und zu den zentralen Schwerpunkten der Fachkommission gehören.

Raumkonzept Schweiz: Stellungnahme eingereicht

Ergänzend reichte der BEBV eine Stellungnahme zum Entwurf des Raumkonzepts Schweiz ein. Dabei wurde insbesondere bemängelt, dass die Landwirtschaft und der ländliche Raum im Konzept zu wenig berücksichtigt werden.

Bild: Marti elektrische Anlagen Jegenstorf

Fabian Feissli, Präsident FK Raumplanung & Bodenrecht
Leana Waber, Leiterin Politik & Märkte

Bereich & Fachkommission Pflanzenproduktion

Der BEBV schreibt dem Bundesrat

Der BEBV richtete am 27. März 2025 einen offenen Brief an den Bundesrat und forderte entschlossene Massnahmen zur Stärkung der Krisenresistenz der Schweizer Landwirtschaft. Extreme Wetterereignisse, Schadorganismen und Lücken im Pflanzenschutz gefährden die Ernten und erhöhen die Importabhängigkeit. Der BEBV verlangt u. a. eine Taskforce, ein Krisen-Assessment sowie besseres Monitoring und wirksamen Grenzschutz. 

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Verordnungspaket 2025 und Maiswurzelbohrer

Die Fachkommission setzte sich vertieft mit dem landwirtschaftlichen Verordnungspaket 2025 auseinander, insbesondere mit der geplanten Regulierung des Maiswurzelbohrers. Der BEBV sprach sich für eine Deregulierung und mehr Eigenverantwortung aus: Da der Hauptschaden vor allem auf Parzellen mit Mais-auf-Mais-Anbau entsteht, sind direkte Auswirkungen auf Nachbarbetriebe gering. Betriebe sollen deshalb selbst entscheiden können, ob sie dieses Risiko eingehen. Zudem fordert der BEBV administrative Vereinfachungen. Ein glaubwürdiger Vollzug erfordert Kontrollen und verursacht zusätzlichen Aufwand – verbunden mit Einschränkungen für die Bauernfamilien. Der BEBV setzt auf Fachwissen und Verantwortung der Praxis statt auf Überregulierung.

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Maiswurzelbohrer

Diskussionen zur Fachbewilligung Pflanzenschutz

Der BEBV ist auf nationaler Ebene intensiv im Austausch mit dem SBV wie auch mit dem Kanton Bern für die Umsetzung der Fachbewilligung Pflanzenschutz. Einerseits ist es ein Ziel, die Fachbewilligung auch zukünftig während der Grundbildung erlangen zu können, andererseits muss deren Ausgestaltung praktikabel sein.

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Glasflügelzikade

Eine Arbeitsgruppe hat sich mit der Problematik der Glasflügelzikade befasst. Die Zikade überträgt Bakterienkrankheiten, die in verschiedenen Kulturen – insbesondere in Zuckerrüben und Kartoffeln – zu Qualitätsverlusten und Ertragseinbussen führen können. Die Arbeitsgruppe hat beschlossen, die Ausarbeitung eines Projekts zur Bekämpfung bzw. Eindämmung der Zikade zu prüfen.

Wichtiger Austausch mit kantonalen Stellen

Für eine wirksame Interessenvertretung ist der regelmässige Austausch mit den entsprechenden kantonalen Stellen zentral. Er stellt den Informationsfluss sicher und ermöglicht es, Anliegen aus der Praxis direkt einzubringen. Die Fachkommission Pflanzenproduktion (FK PP) sowie der Bereich Pflanzenbau standen unter anderem zu Themen wie Pflanzenschutz und Vollzug, der Umsetzung der Fachbewilligung Pflanzenschutz sowie Bewässerungskonzessionen im Austausch.

Stellungnahme zu neuen Züchtungstechnologien (NZT)

Die Fachkommission Pflanzenproduktion diskutierte die Vernehmlassung zu neuen Züchtungstechnologien intensiv und erarbeitete für den Vorstand einen konkreten Vorschlag. Der BEBV befasste sich vertieft mit dem Thema – durch Expertenaustausch und eine Mitgliederumfrage. Er begrüsst, dass der Bund NZT-Pflanzen ohne artfremdes Genmaterial künftig ausserhalb des Gentechnikgesetzes regeln will, fordert jedoch praxistaugliche Rahmenbedingungen. 

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Gesamtbewässerungskonzessionen

Eine Arbeitsgruppe hat sich mit dem Zuständigen für die Bewässerungskonzessionen des Kantons ausgetauscht. Da die Gesamtbewässerungskonzessionen mehrheitlich in den 2030er-Jahren auslaufen und der Kanton Bern derzeit an einer Wasserstrategie arbeitet, ist es wichtig, dass sich die Landwirtschaft in diese Diskussion aktiv einbringt.

Markus Lüscher, Präsident FK Pflanzenproduktion
Anna Stalder, Mitarbeiterin Politik & Märkte

Junglandwirtinnen und Junglandwirte Bern

Nachdem sich die JULA Bern im Jahr 2024 gegründet hatte, stand 2025 ganz im Zeichen der Stärkung des Vereins. Bereits zu Jahresbeginn konnte an der Hauptversammlung der Vorstand erweitert werden mit: 

  • Katja Weber (Grasswil)
  • Janosch Mosimann (Rüegsbach)
  • Katja Riem (Kiesen)

Gleichzeitig wurden die langjährigen Vorstandsmitglieder Daniela Wasem und Manuela Bigler verabschiedet und für ihr Engagement herzlich verdankt. 

Die Hauptversammlung bot zudem die Gelegenheit, wertvolle Anliegen, Ideen und Wünsche der Mitglieder aufzunehmen.

Mit der Neuorientierung und der Statutenrevision gewann die JULA Bern eine direkte Stimme im Vorstand des BEBV. Der Einsitz konnte erfolgreich mit Katja Riem besetzt werden. Im Laufe des Jahres wurden zudem die Themen rund um die AP 2030+ intensiv diskutiert und entsprechende Inputs an die JULA Schweiz weitergegeben. Auch in die neue Strategie des BEBV brachte sich die JULA Bern aktiv ein.

JULA Anlass bei Familie Leuenberger in Melchnau

 Im August organisierte die Landwirtschaftliche Organisation Seeland in Zusammenarbeit mit der JULA einen Junglandwirte-Treff im Seeland bei der BG Löhr. Die Betriebsgemeinschaft gewährte spannende Einblicke sowohl in die Munimast als auch in die Kartoffelproduktion.

Ein weiterer interessanter Anlass fand im September bei der Familie Leuenberger in Melchnau statt. Im Zentrum stand der Betrieb mit dem Schwerpunkt Kräuterproduktion, der den Teilnehmenden vielfältige und praxisnahe Eindrücke vermittelte.

Patrik Siegrist, Präsident Verein Jula Bern
Leana Waber, Leiterin Politik & Märkte

Kommunikation und Services

Unsere Auftritte & Aktivitäten

BEA

Auch im Jahr 2025 war die BEA auf dem Expo-Gelände in Bern Wankdorf ein wichtiger Treffpunkt für Landwirtschaft und Bevölkerung. Attraktionen wie die Kuhparade, der Streichelzoo und die Freiflugarena sowie zahlreiche weitere Angebote zogen viele Besucherinnen und Besucher in die Zelthalle 12. In den Besucherumfragen belegten die Tiere erneut den ersten Platz und bestätigten damit das grosse Interesse an der Landwirtschaft.

OHA! Mir bure

An der OHA in Thun durfte der BEBV die Sonderschau zum Thema «Landwirtschaft» konzipieren und umsetzen. Über mehrere Tage hinweg verwandelte sich die weisse Zelthalle in eine idyllische Landwirtschaftslandschaft mit grünem Schnitzelboden, einem gemütlichen Café mit hausgemachtem Gebäck der bernischen Landfrauenverein sowie vielfältigen Attraktionen für Gross und Klein.

Die Besucherinnen und Besucher konnten Frühstücksflocken aus Getreide der Mühle Steffisburg selbst pressen, beim «Rüeblifischen» frische Rüebli von Rohrer Gemüse aus Belp ergattern oder den Sandkasten aus Sägemehl entdecken. Täglich wurde vor Ort Käse hergestellt, und am Abend bestand die Möglichkeit, frisches Gemüse aus dem Hofladen mit nach Hause zu nehmen.

In Zusammenarbeit mit Casalp, VSA, Swisspatat und dem Weltacker Bern entstand so ein ganzheitliches und erlebnisreiches Angebot, das den Besucherinnen und Besuchern die Vielfalt und Nähe der Landwirtschaft eindrücklich vermittelte.

Sichlete auf dem Bundesplatz

Bei bestem Wetter verwandelte sich der Bundesplatz am 15. September 2025 anlässlich der 26. Ausgabe der Sichlete in ein Bauernhof-Paradies. Eröffnet wird der Tag traditionell mit der «Itreichlet». Die Begrüssung durch Jürg Iseli und der Talk mit Katja Riem wird von Alphornbläsern und Fahnenschwingern untermalt. Bundesrat Albert Rösti nimmt sich Zeit für ein Grusswort und wohnt der Schur & Taufe von Schaf «Alberta» bei. Zur Stärkung für die Session wird er mit einem Glas frisch eingemachten «Chabis» beschenkt. 

Das Sonderthema «Chabis & Rüebli» bot spannende Einblicke in Anbau, Ernte und Verarbeitung, inklusive live «Chabis hoble & Rüebli fische». Kulinarisch verwöhnten Öpfuchüechli, Fischknusperli, Käsebrätel, Crêpes und weitere Spezialitäten sowie Regionale Produkte an den Marktständen. Kinder erlebten Tiere hautnah im Streichelzoo, zwei Mutterkühe mit Kälbern oder der Schafherde. 

Höhepunkt war der Alpabzug der prächtig geschmückten Kühe durch die Innenstadt zum Bundesplatz. Die Besucherinnen und Besucher wählten ihre «Miss Sichlete 2025» – die schönste Kuh im Alpabzug. 

Ein rundum gelungener und gut besuchter Anlass voller Genuss, Tradition und Begegnung – mitten im Herzen von Bern.

Hofprodukte online kostenlos bewerben 

Auf bernerbauernhof.ch präsentieren sich aktuell 526 Betriebe aus dem Kanton Bern mit ihren Produkten und Dienstleistungen.

Machen auch Sie sich online sichtbar! Profitieren Sie von kostenloser Werbung und erreichen Sie neue Kundinnen und Kunden.

Jetzt anmelden auf bauernportal.ch 

Extra-Vorteil: Mit nur einem Login verwalten Sie Ihre Daten und sind gleichzeitig auf drei Plattformen präsent: bernerbauernhof.ch, myfarm.ch und vomhof.ch.

Social Media

Unsere Sozialen Medien wurden in diesem Jahr von den SwissSkills dominiert. Die drei reichweitenstärksten Beiträge widmeten sich dem landwirtschaftlichen Nachwuchs aus dem Kanton Bern und seinen beeindruckenden Leistungen an den SwissSkills 2025 auf dem Expo-Gelände in Bern Wankdorf.

Aufrufe: 68’747
Reichweite: 16’853
Likes: 644 

Aufrufe: 44’303
Reichweite: 13’467
Likes: 462 

Aufrufe: 41’278
Reichweite: 10’386
Likes: 462

348 neue Follower
2117
103 neue Follower
4364

Unsere IT Dienstleistungen weiterhin erfolgreich

Im Berichtsjahr wurde der Wechsel auf Microsoft 365, eine moderne Cloud-Umgebung sowie eine neue Telefonielösung erfolgreich umgesetzt. Die Systeme laufen stabil und zuverlässig. Zudem wurden zwei neue Webseiten für Mitglieder realisiert.

Von der Erneuerung auf der Geschäftsstelle profitieren auch die Mitglieder: Sie können unsere IT-Dienstleistungen zu Vorzugskonditionen in Anspruch nehmen. Die IT unterstützt bei Fragen und Problemen rund um Computer, Netzwerke, Smartphones und Webauftritte und stellt ein verlässliches Dienstleistungsangebot sicher.

Mitglieder sind eingeladen, sich bei IT-Anliegen jederzeit zu melden – sei es für Unterstützung am Computer, beim Einrichten eines kleinen Netzwerks, im Umgang mit dem Smartphone oder bei der Umsetzung einer eigenen Webseite. Weitere Informationen zu unseren IT-Dienstleistungen sind auf unserer Website verfügbar.

Mehr dazu

Gaby Mumenthaler
Leiterin Kommunikation & Services

Agriviva

Dank agriviva erhalten Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit, während eines befristeten Einsatzes auf einem Landwirtschaftsbetrieb oder in einem bäuerlichen Haushalt mitzuarbeiten. Sie gewinnen Einblick in die Schweizer Landwirtschaft, lernen den Alltag auf dem Hof kennen und sammeln wertvolle Lebens- und Berufserfahrungen.

Gleichzeitig gewinnen auch die Gastfamilien: Sie erhalten Unterstützung im Betriebs- und Familienalltag, fördern den Austausch zwischen Stadt und Land und leisten einen wertvollen Beitrag zur Nachwuchsförderung und zum gegenseitigen Verständnis. Wer sich interessiert kann unverbindlich Kontakt aufnehmen. 

Jugendliche insgesamt
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Tage insgesamt
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Werden auch Sie agriviva-Gastfamilie und ermöglichen so Jugendlichen und jungen Erwachsenen wertvolle Einblicke in den Hofalltag - ein Engagement für mehr Verständnis zwischen Stadt und Land. Interessiert?
Renate Brönnimann
Mitarbeiterin Zentrales Management / Agriviva

Schule auf dem Bauernhof (SchuB)

SchuB steht für praxisorientiertes Lernen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Bildung in der Landwirtschaft und in der Natur. Das 40-jährige Jubiläum wurde im Berichtsjahr an der Swissdidac gefeiert und bot Gelegenheit, SchuB einem breiten Fachpublikum zu präsentieren.

An der BEA präsentierte sich SchuB diesmal mit Getreide mahlen. Die Präsenz war ein voller Erfolg und bot Gelegenheit, den Besuchenden das Programm Schule auf dem Bauernhof näherzubringen.

Engagierte Familien
0
Besuche insgesamt
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Schülerinnen und Schüler
0

Im Kanton Bern engagieren sich rund 40 Bauernfamilien im SchuB-Programm. Im Jahr 2025 konnten 11’432 Schülerinnen und Schüler landwirtschaftliche Betriebe besuchen und die Landwirtschaft direkt erleben.

SchuB wird durch Beiträge von Gemeinden, Frauenvereinen, verschiedenen Organisationen sowie vom Kanton Bern unterstützt. Ziel ist es, die Verbindung zwischen Schule und Landwirtschaft zu stärken und das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung und Lebensmittelproduktion zu fördern. 

Renate Brönnimann
Schule auf dem Bauernhof & Agriviva

Genossenschafts- und Projektberatung

Die Genossenschaftsberatung unterstützte im Berichtsjahr vor allem Käserei- und Milchgenossenschaften bei der Liquidation. Eine Liquidation ist in der Regel ein langwieriger Prozess, der sich über zwei bis drei Jahre erstreckt. Oft sind die Strukturen und die Zweckbestimmung in den Genossenschaften überholt, was mittelfristig zu einer Auflösung führt.

Im Jahr 2025 begleitete der BEBV insgesamt 16 Genossenschaften im Liquidationsprozess. Drei Genossenschaften konnten ihre Liquidation abschliessen, während sich fünf weitere Genossenschaften im Jahr 2025 neu zur Liquidation angemeldet haben. Zudem wurden zahlreiche Genossenschaften und Vereine zu Statuten-, Mitgliedschafts- und Rechtsfragen beraten.

Selina Schenk
Genossenschaftsberatung

Personaldienstleistungen

Die Personaladministration bleibt eine grosse Herausforderung für landwirtschaftliche Betriebe. Mit AgriPersonal bietet der BEBV eine einfache und kostengünstige Lösung für Verträge, Lohnabrechnungen, Zeiterfassung und Lohnausweise, die den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen. Rund 550 Betriebe verwalten über die Plattform mehr als 2’000 Arbeitnehmende. Je nach Wunsch und Bedarf bieten wir Tages- und Einzelkurse an.

Im Dezember 2025 erfolgte der Wechsel des Softwareanbieters. Die Migration verlief nicht in allen Bereichen reibungslos; wir danken allen Nutzenden für ihr Verständnis. Notwendige Anpassungen und Verbesserungen werden Anfang 2026 umgesetzt. Die Plattform wird laufend und praxisnah weiterentwickelt.

Weitere Dienstleistungen im Bereich PDL:

  • Mandate für die Personaladministration für landwirtschaftliche Arbeitgebende
  • Arbeitsrechtliche Auskünfte und Unterstützung gemäss den Bestimmungen des Normalarbeitsvertrags Kanton Bern und des Obligationenrechts
  • Beratung rund um alle Versicherungen, die Arbeitgebende vorweisen müssen

Jahresabonnement AgriPersonal (Onlineplattform)

  • Für BEBV Mitglieder
  • Für BEBV Nicht-Mitglieder
  • Für Ausserkantonale
  • Zusatzmöglichkeiten
Populär
Der BEBV bietet auf Anfrage Einzel- oder Gruppenkurse zur Personaladministration an. Die Kurse werden nach den jeweiligen Bedürfnissen gestaltet und werden für Mitglieder des BEBV kostenlos angeboten.
Ursula Dammann
Mitarbeiterin Personaldienstleistungen & Personal

Agrisano

Agrisano Krankenkasse

Der Schweizer Bauernverband hat die Agrisano Stiftung gegründet, mit dem Ziel, für die Bauernfamilien eine eigene bäuerliche Krankenkasse zu schaffen. Die Agrisano entwickelte sich zu einer erfolgreichen mittelgrossen und respektierten Krankenkasse.

Die Einführung des Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) sowie die Umsetzung der Versicherungsaufsichtsverordnung haben die Agrisano Regionalstelle Bern vor grosse Herausforderungen gestellt. Alle Mitarbeitenden haben den VBV-Kurs erfolgreich absolviert. Damit ist sichergestellt, dass die Mitarbeitenden der Agrisano Regionalstelle Bern weiterhin kompetent auf die Bedürfnisse der Bauernfamilien im Kanton Bern eingehen und sie umfassend beraten kann.

Günstige Prämien & Effizienz

  • Die Agrisano bietet bedürfnisgerechte Versicherungslösungen an
  • Sie hat im Vergleich sehr niedrige Verwaltungskosten.
  • Sehr gute Kundenzufriedenheit laut Comparis

Umfangreiche Zusatzversicherung AGRI spezial

  • Deckt Psychotherapie (bis 20 Sitzungen bei anerkannten Therapeuten)
  • Erstattung von 50 % der Kosten von Nichtpflicht Medikamenten
  • Gesundheitsprävention: z. B. Impfungen, Massnahmen für Rücken & Ernährung
  • Unterstützung bei Mutterschaft (Schwangerschafts- und Rückbildungsturnen)

Beratung

Mit durchschnittlich CHF 41’000 pro Jahr stellen die Versicherungskosten einen erheblichen Budgetposten für einen Landwirtschaftsbetrieb dar. Eine Gesamtversicherungsberatung schafft Übersicht, hilft, Lücken zu erkennen, Überdeckungen zu vermeiden und den Einsatz dieses Budgets optimal zu planen.

Im Jahr 2025 können über 450 Bauernfamilien mit Hilfe einer Gesamtversicherungsberatung durch den Berner Bauern Verband oder eine akkreditierte AGRO-Treuhandstelle einen umfassenden Überblick über ihre Vorsorge- und Versicherungssituation erhalten.

Die Beratung konzentriert sich insbesondere auf folgende Risikobereiche:

  • Heilungskosten
  • Erwerbsunfähigkeit
  • Invalidität
  • Todesfall
  • Alter
  • Sach- und Haftpflichtversicherungen
  • Versicherungen für familienfremde Arbeitnehmer
Mathias Grünig
Leiter Versicherungen, Personaldienstleistungen & Agrisano Regionalstelle Bern

Rechtsdienst und Beratung

Die Angebote der Bäuerlichen Rechtsschutzversicherung FRV (BRSV) und des Rechtsdienstes des BEBV wurden auch im letzten Jahr wieder rege genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte eine erhebliche Steigerung der Anfragen und behandelten Fälle festgestellt werden. Die rechtlichen Probleme variieren sowohl inhaltlich als auch hinsichtlich Komplexität und Zeitintensität stark.

Unsere Rechtsschutzversicherung ist auf die bäuerlichen Bedürfnisse abgestimmt und kann in den spezifischen Rechtsgebieten auf einen grossen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Künftig wird die Rechtsschutzversicherung der Agrisano – AGRI-protect – über die Orion Rechtsschutz-Versicherung AG mit Sitz in Basel abgewickelt. Die Schadenserledigung erfolgt dabei direkt über den neuen, internen Rechtsdienst des BEBV. Der neue Bereich Rechtsdienst und Beratung wurde durch Daniela Feller, Notarin, in enger Zusammenarbeit mit dem Team Versicherungen der Agrisano, Regionalstelle Bern aufgebaut.

Ab Januar 2026 stehen sie, Kathrin Herren (Mlaw) und Doris Linder (Sekretariat) für die rechtlichen Fragen der Mitglieder und der Rechtsschutzversicherten bereit.

Gleichzeitig möchten wir uns bei unseren ehemaligen Kollegen und Kolleginnen der Bäuerlichen Rechtsschutzversicherung FRV (BRSV) bedanken. Wir haben die Zusammenarbeit mit Theodora Clerc (Rechtsanwältin), Martin Schöpfer (lic. iur.), Nicola Vögtlin (Mlaw) und Corinne Rüfenacht (Rechtsanwältin) immer sehr geschätzt. Wir wünschen ihnen für die Zukunft nur das Beste.

Daniela Feller
Notarin, Leiterin Recht & Beratung

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